GOÄ-Erkennung: KI-gestützte GOÄ-Kodierung

Unter „GOÄ-Erkennung“ versteht man die automatische Zuordnung ärztlicher Leistungen zu den passenden Ziffern der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mithilfe von Software. Statt jede erbrachte Leistung von Hand nachzuschlagen, liest ein KI-gestütztes System die Behandlungsdokumentation (z. B. Befund oder Arztbrief) und schlägt die abrechenbaren GOÄ-Ziffern vor.

Wie funktioniert die automatische GOÄ-Kodierung?

Textanalyse und Sprachmodelle erkennen im Dokumentationstext, welche Leistungen erbracht wurden, und ordnen ihnen die entsprechenden Gebührenziffern zu. Gute Systeme prüfen dabei zusätzlich Ausschluss- und Kombinationsregeln, schlagen einen begründbaren Steigerungssatz vor und weisen auf erbrachte, aber nicht erfasste Leistungen hin.

Was die KI leisten kann

Wo menschliches Urteil nötig bleibt

Die endgültige Verantwortung für die Abrechnung liegt immer bei der Ärztin oder dem Arzt. Gerade bei der Wahl des Steigerungsfaktors (§ 5 GOÄ), bei Analogziffern (§ 6 Abs. 2 GOÄ) und bei strittigen Kombinationen braucht es fachliche Einordnung, die eine Software nur unterstützen, aber nicht ersetzen kann. Ein KI-Vorschlag sollte deshalb stets geprüft und freigegeben werden.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein solches Werkzeug ist catalys, das GOÄ-Ziffern KI-gestützt aus dem Befund vorschlägt, die Rechnung prüft und den Zahlungseinzug übernimmt — mit gepflegter GOÄ-Datenbank und finaler Freigabe durch die Praxis.

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